Nicht jeder Tee ist der richtige für Dich!

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wirkt Tee wie ein mildes Heilmittel. Entscheidend ist nicht nur das Kraut, sondern auch seine energetische Wirkung auf den Körper. Die TCM unterscheidet zwischen Tees mit wärmender oder kühlender Wirkung. Dieser Beitrag hilft dir zu verstehen, welcher Tee zu dir passt und warum die richtige Menge so wichtig ist.…

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wirkt Tee wie ein mildes Heilmittel. Entscheidend ist nicht nur das Kraut, sondern auch seine energetische Wirkung auf den Körper. Die TCM unterscheidet zwischen Tees mit wärmender oder kühlender Wirkung. Dieser Beitrag hilft dir zu verstehen, welcher Tee zu dir passt und warum die richtige Menge so wichtig ist.

Tees mit wärmender Wirkung
Tees mit wärmender Wirkung bestehen aus Kräutern, die den Körper von innen wärmen und die Energie in Bewegung bringen.
Sie werden in der TCM oft Menschen empfohlen, die schnell frieren, kalte Hände oder Füsse haben oder sich müde und antriebslos fühlen.

Typische warme Teekräuter sind Ingwer, Zimt, Fenchel, Anis, Kardamom oder Nelke.
Diese Kräuter fördern die Durchblutung, stärken die innere Wärme, unterstützen Magen und Verdauung und helfen bei Kältegefühl und Erschöpfung.
Besonders im Herbst und Winter sind warme Tees sehr hilfreich.

Tees mit kühlender Wirkung
Tees mit kühlender Wirkung enthalten Kräuter, die zu viel Wärme im Körper reduzieren.
Sie werden in der TCM vor allem Menschen empfohlen, die eher viel Hitze entwickeln.
Das betrifft häufig Personen, die schnell warm haben, stark schwitzen, zu innerer Unruhe neigen oder bei Stress Hitzegefühle entwickeln.

Typische Teekräuter mit kühlender Wirkung sind Pfefferminze, Kamille, Löwenzahn, Brennnessel, Hibiskus oder Chrysanthemenblüten. Diese Tees können helfen, den Körper zu beruhigen und Hitze auszuleiten. Besonders im Sommer oder bei stressbedingter Überhitzung sind sie sinnvoll.

In der TCM gilt ein einfacher Grundsatz: Nicht nur das Kraut zählt, sondern auch die Konstitution des Menschen. Ein kalter Tee kann für eine ohnehin frierende Person schädlich sein.
Ebenso kann ein stark wärmender Tee bei einer hitzigen Person ihre Beschwerden verstärken.

Nehmen wir an, eine Person mit kalten Körpertyp trinkt im Sommer täglich Pfefferminztee, um sich zu erfrischen.
Die Folge können Durchfall, Bauchschmerzen oder Müdigkeit sein.
Umgekehrt kann jemand mit viel innerer Hitze durch täglichen Ingwertee unruhig werden schlechter schlafen oder regelmässige Kopfschmerzen entwickeln.

Auch die Menge an Tee am Tag spielt eine zentrale Rolle
Ein bis zwei Tassen wirken regulierend. Drei bis fünf Tassen täglich können das System aus dem Gleichgewicht bringen. Denn der Körper reagiert sowohl auf die energetische Wirkung eines Krauts als auch auf die Menge, die ihm zugeführt wird.

Was bedeutet das für dich?
Nicht alles, was in den Medien als gesund angepriesen wird, ist für jeden Menschen gesund!
Ein Tee kann für den einen wohltuend sein und für den anderen Beschwerden verursachen. Entscheidend sind dein Körper, dein aktuelles Befinden und die richtige Menge.

Ergänzend wichtig zu wissen
Der menschliche Körper braucht in erster Linie Wasser, nicht Tee.
Tee kann unterstützen, regulieren oder begleiten, ersetzt aber den grundlegenden Flüssigkeitsbedarf nicht.
Aus Sicht der TCM ist Wasser das wichtigste Mittel, um Körperflüssigkeiten zu nähren und den Stoffwechsel zu unterstützen.
Dass in unserer Kultur besonders im Winter viel Tee getrunken wird, hat weniger mit Kräuterwirkung zu tun als mit dem Bedürfnis nach Wärme. Dafür braucht es jedoch nicht zwingend Kräuter. Auch warmes Wasser kann diesen Zweck erfüllen. Wasser kann heute einfach aufgekocht oder mit modernen Wasserkochern je nach Bedürfnis zwischen 40 bis 60 Grad erwärmt und so getrunken werden.
Diese Form der Flüssigkeitszufuhr ist neutral, gut verträglich und unterstützt den Körper ganzheitlich, besonders aber in der kalten Jahreszeit.

Wärme ist oft das, was der Körper braucht. Vor allem im Winter.
Kräuter sind eine Option, aber Wasser bleibt die Grundlage.